07. September 2025 Projekt 10 Miniaturen für Blech

Der Bedarf an neuen Kammermusik-Kompositionen im Jugendbereich ist seit vielen Jahren ein Thema. Bei
Jugendwettbewerben erscheint die Suche nach „neuer“ Literatur schwierig. Daher ist die Musikkapelle Gabersdorf
in der Vergangenheit andere Wege gegangen und hat sich für den Jugendbereich neue Kompositionen oder auch
Arrangements auf den Leib schneidern lassen, so ist u.a. auch die „Gabersdorfer Suite“ entstanden. Für ein neues
einzigartiges Projekt trat der Verein diesmal allerdings nicht als Auftraggeber sondern als Gastgeber auf.


Das Projekt: 10 Miniaturen für Blechbläser:innen

Um die Literatur für den Blechbläser:innen-Bereich (Kinder- und Jugendliche) zu erweitern, entstanden neue
Kompositionen, die in verschiedener Art das Thema „Küche“ verarbeiten. Es sollten durchaus Elemente der
modernen Tonsprache enthalten sein, die Zielgruppe durfte dabei aber nicht aus den Augen verloren werden.


Wie lief das ab?

Phase 1:
Der Komponist und Arrangeur Siegmund Andraschek kooperierte bereits in der Entstehungsphase der
Kompositionen mit fünfzehn ausgewählte Expert:innen aus dem Instrumentalbereich (Lehrende aus folgenden
Institutionen und/oder Orchestern: Kunstuniversität Graz, HMDK Stuttgart, Konservatorium Graz, Musikschulen
Steiermark & Niederösterreich, Liechtensteinische Musikschule, Wiener Volksoper, SWR Sinfonieorchester
Stuttgart, Grazer Philharmoniker, Vorarlberger Sinfonieorchester). Diese standen ihm individuell zur Verfügung, die
Werke wurden mit jedem/jeder Musiker:in einzeln durchgenommen und besprochen.

Phase 2:
Am 7. September reisten dann alle von u.a. Stuttgart, Liechtenstein, Graz nach Gabersdorf an, um die
Stücke gemeinsam auszuprobieren, intensiver zu erarbeiten und weiterzuentwickeln. Für szenische Inputs war der
Oberösterreichische Künstler Rupert Hörbst Vorort. Aufgeteilt in Teams wurde an verschiedenen Orten (Musikheim,
Volksschule, Foyer der Sportkulturhalle, Café 101) geprobt und intensiv gearbeitet.


Uraufführung:

Das Endprodukt wurde noch am selben Tag mit Beginn um 18:30 zur Aufführung gebracht und
öffentlich in einem „Gesprächskonzert“ präsentiert. Der Komponist führte selbst – mit erklärenden Worten zum
Projekt – durchs Programm. Vor allem Musikschul-Pädagog:innen und Kapellmeister:innen sollte die Gelegenheit
gegeben werden, den Entstehungsprozess möglichst ohne Zeitverzögerung miterleben zu können.
Die Besonderheit: Es konnte die Idee umgesetzt werden, die neuen Werke im Konzert auf vier Stationen (Bühnen)
verteilt präsentieren zu können, das Publikum wanderte mit. Die Stationen: 1. Terrasse des Cafés 101, 2. Foyer der
Sportkulturhalle Gabersdorf, 3. Industrieküche der Kulturhalle Gabersdorf, 4. Innenraum des Cafés 101 .
Um dem Publikum ein ausgewogenes Programm bieten zu können, waren neben den Miniaturen auch Werke von A.
Vivaldi, G.F. Händel u.a. zu hören, im Speziellen wurde dabei auch der Bereich „Cross-over“ und die „Wiener Musik“ (J.
Strauß, F. Lehár) berücksichtigt.


Fazit:

Eine positive Grundhaltung zur Sache, ein positives Zeichen des ehrlichen Zusammenhalts aller Ausbildungsstätten
und professionellen Orchester und/oder Bandmusiker:innen und der MK Gabersdorf als Gastgeberin zum Wohle u.a.
unseres musikalischen Nachwuchses war deutlich erkennbar. Die direkte Zusammenarbeit zwischen Komponist/
Arrangeur und instrumental- bzw. pädagogischen Expert:innen hat bei diesem Projekt Früchte getragen.


Ein großes DANKESCHÖN ergeht an alle Beteiligten und den Unterstützer:innen des Projektes: Gemeinde
Gabersdorf, MK Gabersdorf, LSG und SKE/Austro Mechana ohne die ein Projekt wie dieses nicht in dieser Form
umsetzbar gewesen wäre.

1968 2000 Musikkapelle Gabersdorf